Dr. Katharina Kaserbacher, Turnusärztin (mittlerweile Assistenzärztin für Anästhesie im KSK)

Was willst du später einmal werden? – Diese Frage wird oft gestellt, ist jedoch äußerst schwierig zu beantworten. Ich habe für mich persönlich mit ca. 16 Jahren die Entscheidung getroffen, Medizin zu studieren und einmal Ärztin zu werden. Der Werdegang hat dann auch gut geklappt und am Ende des Studiums stellte sich die Frage: Wo willst du deine Ausbildung beginnen? Die Entscheidung fiel mir nicht schwer, da ich unser Haus bereits durch zahlreiche Famulaturen sowie durch den Rettungsdienst kannte. Das freundliche Miteinander, die Größe des Hauses und die geologische Lage ließen zudem keine Zweifel aufkommen.

Als ich dann zu arbeiten begonnen habe, wurde ich herzlich ins gesamte Team aufgenommen. Diese Erfahrung machte ich ziemlich an jeder Station, an die ich im Laufe der Zeit wechselte. Natürlich trifft man auf viele unterschiedliche Charaktere – von lustig bis spannend – und natürlich wird man sich mit manchen besser und mit anderen weniger gut verstehen, jedoch wird man dadurch in seiner eigenen sozialen Kompetenz gefordert, die Teamfähigkeit sowie Kompromissbereitschaft erhöht. Zu Beginn braucht man etwas Zeit um sich in den Ablauf einzufinden. In der Regel hat man die „Routine“ aber schnell intus.

Jetzt stehe ich am Ende meiner Turnuszeit und blicke insgesamt auf eine sehr lehrreiche und schöne Zeit zurück. Klar, wir befinden uns in einer Zeit des Umbruches und es ist nicht alles perfekt, jedoch wird man den perfekten Arbeitsplatz nicht finden. Deswegen finde ich es wichtig, sich in der Arbeit wohlzufühlen und gerne dorthin zu gehen – und dies ist für mich persönlich bis jetzt gut gelungen.

Dr. Johanna Dolcic, Turnusärztin (mittlerweile Sekundarärztin im KSK)

Ich stehe kurz vor Abschluss meiner Turnus-Ausbildung, welche ich komplett mit nur 3 (gewollten) Monaten Stehzeit im Krankenhaus Schwarzach absolvieren konnte. Nachdem ich gebürtige Pongauerin bin liegt nahe, dass ich das nächstgelegene Krankenhaus für meine Ausbildung gewählt habe. Jedoch sind bei der Auswahl dieses Hauses andere Dinge viel ausschlaggebender gewesen: Das kollegiale, familiäre Klima unter allen Berufsgruppen habe ich während meinen Famulaturen in keinem anderen Haus so erlebt wie hier. Es erleichtert einem den Alltag wesentlich und bewirkt auch mehr Freude bei der Arbeit. Dadurch, dass man neben den Basisarbeiten auch v.a. in den Diensten viel selbständig in der Ambulanz arbeiten kann, ist man zwar gefordert, lernt aber jedoch auch sehr viel - sei es aus fachlicher, sozialer Sicht oder im Umgang mit Verantwortung. Nie habe ich mich von den Vorgesetzten bzw. Hintergrunddiensten im Stich gelassen gefühlt.

Natürlich gibt es immer Dinge, die man verbessern könnte. Das gute Gesprächsklima mit den leitenden Personen ermöglicht aber den ein oder anderen kleinen Erfolg bzw. werden auch wir Turnusärzte in gewisse Entscheidungen einbezogen. Im Gespräch mit anderen Turnusärztevertretern habe ich immer wieder bemerkt, dass z.B. die Übernahme delegierbarer Tätigkeiten durch andere Berufsgruppen in unserem Haus besser bzw. schon länger funktioniert als in vielen anderen Häusern im Bundesland. Bei der Umstellung der Basis-Diensträder als Reaktion auf den Turnusärztemangel hatten wir wesentliches Mitspracherecht. So sind im neuen HNO-Dienstrad zwar mehr Abteilungen zu betreuen (HNO, Neurologie und Chirurgie), jedoch betrifft das vor allem ambulante Tätigkeiten, von denen man für seine Ausbildung wesentlich profitieren kann (stationär wird nur die HNO betreut). Der nächste Vorteil ist, dass HNO- und Interner-Basisarzt gemeinsam die Zentrale Notaufnahme bespielen und sich so auch zur Seite stehen können. Auf die Schaffung einer wöchentlichen, als Arbeitszeit bezahlten, DFP-approbierten Fortbildung für Turnus- und Basisärzte sind wir besonders stolz. Bei vielen Sonderwünschen kommt einem das Haus entgegen - seien es Teilzeitanstellungen, Rotationsmöglichkeit an die Pathologie, Radiologie oder Anästhesie oder Anstellung während der allgemeinmedizinischen Lehrarztpraxiszeit mit Absolvierung von Diensten im Haus.

Besonders herauszustreichen ist auch das gute freundschaftliche Verhältnis unter den Turnusärzten. Immer wieder werden gemeinsam Veranstaltungen besucht, Geburtstage und andere Feste gefeiert, sportliche Aktivitäten oder Ausflüge gemacht oder einfach nur gemütlich ein Bier zum Fußballspiel genossen. Einige Leute, die von extern hierher kamen, haben das positiv angemerkt.

Auch wenn manches besser sein könnte, bin ich sehr zufrieden mit meiner Ausbildung hier im Krankenhaus Schwarzach, bereue es keinen Tag, hier zu arbeiten und empfehle das Haus auch jedem weiter.

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